„Ich will etwas bewirken in der EKHN“
Bericht über Fortbildungen für die neugewählten Kirchensynodalen
Motivation
„Für meine Arbeit in der Synode hoffe ich, das ich etwas bewirken kann in der Kirche, habe aber auch die Befürchtung, dass ich mich nicht einbringen kann und irgendwann die Lust verliere.“ So die Aussage eines Synodalen bei der ersten Fortbildungstagung für die neugewählten Kirchensynodalen der EKHN im April 2010.
Synode startet Fortbildungen für Synodale – Anfänge der Ehrenamtsakademie
Es war die Neunte Kirchensynode der EKHN, die vor 7 Jahren die Notwendigkeit einer Ehrenamtsakademie gesehen und diese per Gesetz im Jahre 2003 beschlossen hat. So entstand die erste Ehrenamtsakademie in der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Insbesondere die leitenden Ehrenamtlichen in Gremien der EKHN sollen fortgebildet werden, um ihre immer schwieriger werdenden Aufgaben in der Leitung der EKHN wahrnehmen zu können und nicht die Freude am Ehrenamt zu verlieren. Und es soll das Thema Ehrenamt weiterentwickelt werden. (Ehrenamtsgesetz § 9 Abs.2)
Die damalige theologische Referentin der Synode, Pfarrerin Martina Klein, konzipierte mehrere Fortbildungen für die damals Neugewählten und so startete im Jahre 2004 die Arbeit der Ehrenamtsakademie.
Interessant ist, dass nicht etwa der Bildungsausschuss auf die Idee gekommen war, eine Akademie zu gründen für die Ehrenamtlichen, sondern der Verwaltungsausschuss unter der Leitung von Prof. Heinz Ufer. Er übernahm dann auch den Vorsitz im Kuratorium der Ehrenamtsakademie der EKHN, den er bis zu seinem Tod im April 2010 innehatte. Er selbst sprach vor der Kirchensynode in seinem Bericht über die Ehrenamtsakademie im November 2009 von einem Erfolgsmodell, das es in kurzer Zeit geschafft hat, die Ehrenamtskultur in der EKHN wesentlich zu verbessern. Durch die Fortbildungen an den zahlreichen regionalen Standorte unterstützt die Ehrenamtsakademie die Ehrenamtlichen vor Ort in ihrer Leitungsfunktion.
Information, Erfahrung und Austausch
Der neue Präses der Kirchensynode, Dr. Ulrich Oelschläger, Mitglied im Kuratorium der Ehrenamtsakademie, hat es zu seiner Sache gemacht, die neuen Kirchensynodalen auf dem Hintergrund seiner jahrlangen Erfahrung her umfassend zu informieren und ihnen sein Ohr zu leihen. Die Tagungen wurden vom theologischen Referenten der Synode Dr. Lothar Triebel, vom Leiter des Synodalbüros Karl Jakob Schmicking gemeinsam mit der Leiterin der Ehrenamtsakademie Helga Engler-Heidle konzipiert und vorbereitet.
Das Vorbereitungsteam lud insbesondere Ehrenamtliche aus der Zehnten und Elften Kirchensynode ein zum Vortrag und Gespräch, damit diese ihre Kenntnisse der Abläufe und ihr Wissen den Neugewählten weitergeben konnten. Die langjährigen Synodalen berichteten, wie bestimmte Projekte und Vorhaben durchgesetzt werden konnten oder aber auch scheiterten. Gemeinsam wurde die Geschäftsordnung der Synode erarbeitet. Auch ein Überblick über die Struktur der EKHN bzw. der Kirchenverwaltung und die Aufgabe der synodalen Gremien fehlte nicht. Referenten aus dem Finanzausschuss der Kirchensynode und der Kirchenverwaltung informierten über Haushalt und Finanzen der EKHN. Der neue Leiter der Kirchenverwaltung, OKR Heinz Thomas Striegler konnte die neuen Synodalen insoweit beruhigen, dass die EKHN im Verhältnis zu anderen Landeskirchen finanziell gut da steht. Er machte aber auch deutlich, dass nur eine sorgfältige Sparpolitik die zukünftige Arbeit der EKHN sichern kann.
Die Methode der „Planspiele“ in den Fortbildungen war besonders effektiv für das eigene Lernen z.B. in Fragen der Antragstellung in der Synode oder auch für das Kennenlernen der Arbeit in den synodalen Ausschüssen. „Dabei habe ich am meisten gelernt!“ so die Aussage einer Synodalen.
Neben der fachlichen Information war genug Zeit zum Erfahrungsaustausch.
Mentoring
Ein weiteres wichtiges Instrument zur Unterstützung der „Neuen“ in der Anfangsphase ist das Mentoring – Programm. Dreizehn erfahrene Syndale aus der Zehnten und der Elften Kirchensynode haben sich zur Verfügung gestellt dreizehn Neusynodale zu begleiten in ihrer Einarbeitungsphase.
Das Programm ist so gedacht, dass auch nachrückende Synodale in den nächsten 6 Jahren an diesem Programm teilnehmen können.
Kooperation
Sehr positiv ist die Kooperation zwischen Kirchensynodalbüro und Ehrenamtsakademie zu beurteilen. Erleichternd für beide Teile ist der kurze Wege am Paulusplatz 1, wo beide ihr Büro haben.
Ebenfalls erleichternd ist die gute Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung auf den verschiedenen Ebenen, sei es mit der Leitung, sei es mit der Druckerei oder einzelnen Referenten.
Die Veranstaltungen fanden in Frankfurt statt und waren gut besucht mit 25 bis 45 Teilnehmenden.
[Bericht: Helga Engler-Heidle]
Bisher durchgeführte Fortbildungstage für neugewählte Kirchensynodale der Elften Kirchensynode
• Einführungstag für Synodale am 17.4.2010
Wie arbeitet die Kirchensynode? Wie arbeite ich als Synodale/r in der Krchensynode?
• Die Geschäftsordnung der Synode am 25. 6. 2010
• Das Haushaltsrecht der EKHN am 24. September 2010




