Warum ist die EKHN uniert und was bedeutet das überhaupt?

Seminartag „Reformiert, lutherisch, uniert – aber alle evangelisch“ am 29.8.09 in Friedberg?


Mit einem bunten Strauß von Fragen wurde der Seminartag von den anwesenden Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen eröffnet. „Welches Beffchen ist denn nun lutherisch, welches reformiert? Wer bestimmt eigentlich, welche liturgischen Formen verbindlich sind in der Gemeinde? Warum gibt es Kirchenpräsidenten und warum Bischöfe? Und was ist denn nun lutherisch, reformiert oder uniert?“


Es gelang dem Referenten Pfarrer Dr. Lothar Helm aus Darmstadt in einem Streifzug durch die Kirchengeschichte diese und weitere Fragen zu beantworten und die historischen Hintergründe und die wichtigsten theologischen Auseinandersetzungen der Reformationszeit lebendig dar zu stellen.
Am Vormittag stand Luther und seine Wirkungen im Mittelpunkt, am Nachmittag ging es um die reformierten Theologen, insbesondere Calvin und Zwingli.


Schließlich zeichnete Dr. Helm die Entwicklung bis zu einer Union von Lutheranern und Reformierten nach. Dabei stellte er die wichtigsten Schriften der Theologen und Bekenntnisschriften vor.
Spannend war die Diskussion in den Arbeitsgruppen. Hier ging es um die Frage, inwieweit bestimmte Aspekte aus Luthers Theologie bzw. aus den theologischen Ansätzen von Calvin und Zwingli für uns heute noch wichtig sind.


Neben der Arbeit am Thema gab es einen regen Austausch der Kirchenvorsteher/innen über die eigene Gemeinde und ihre Ausprägungen z.B. bei den Abendmahlsfeiern oder in der Gestaltung der Gottesdienste und Kirchen.
Insgesamt bot der Tag einen spannenden Streifzug durch die Geschichte der evangelischen Kirche wobei deutlich wurde, dass die Teilnehmenden gerne an einigen Themen weiterarbeiten würden, z.B. an wichtigen Bekenntnisschriften bis hin zu der Barmer Theologischen Erklärung. Angemeldet wurde auch das Interesse an einem Seminar über die Bekennende Kirche.
Die Leiterin der Ehrenamtsakademie, Pfarrerin Helga Engler-Heidle, stellte in Aussicht, dass die Ehrenamtsakademie ihr Programm in diese Richtung weiterentwickeln wird.

[Bericht: Helga Engler-Heidle]

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