30.10.2006 - Büdingen

„Gut, dass es die Ehrenamtsakademie gibt!“
Gelungener Auftakt in den Dekanaten Büdingen, Nidda und Schotten

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Welchen Einfluss haben wir als Kirchenvorsteher bei der Auswahl des Pfarrers?“, „Wie sieht es mit dem Machtverhältnis zwischen Kirchenvorstand und Pfarrer aus?“, „Wie weit geht die Leitungskompetenz im Vorstand?“- Drei von vielen Fragen, die nahezu 40 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus den drei evangelischen Dekanaten Büdingen, Nidda und Schotten zur ersten Tagung der neu eingerichteten Ehrenamtsakademie mitgebracht hatten.

Groß war der Gesprächsbedarf und schnell wurde deutlich, dass diese Veranstaltung im Saal der Marienkirche in Büdingen nur ein Auftakt sein konnte zu weiteren Treffen dieser Art.

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Zu umfangreich sind die Aufgaben eines Kirchenvorstandes, zu zahlreich und unterschiedlich auch die Herausforderungen, denen sich die jeweiligen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in ihren Gemeinden stellen müssen, als dass sie alle an einem Vormittag abzuhandeln gewesen wären.

„Lasst uns doch einen Stammtisch einrichten, wo wir uns über Erfahrungen und Ideen austauschen können“, war dann auch ein Vorschlag aus der Runde, der viel Zustimmung erhielt.

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Pfarrerin Ingrid Will, Referentin vom Zentrum Organisation und Seelsorge in Friedberg, hatte die Seminarteilnehmer zunächst mit den Aufgaben des Kirchenvorstandes vertraut gemacht. Und obgleich viele der Anwesenden schon „alte Hasen“ sind, war das Erstaunen groß über den „Berg an Pflichten und Rechten“: Neben der Entscheidung über die Finanzen der Gemeinde, der Sakramentsverwaltung, der Mitverantwortung für die Seelsorge, der Mitwirkung bei der Pfarrstellenbesetzung gehören auch diakonische Aufgaben wie Haus- und Krankenbesuche und die Ordnung und Gestaltung des kirchlichen Lebens zum Verantwortungsbereich eines Kirchenvorstehers. „Da kommt es auch schon vor, dass wir uns überfordert fühlen, ja manchmal sind wir geradezu ohnmächtig“, meinte denn auch eine Teilnehmerin.

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„Umso schöner, dass es nun die Ehrenamtsakademie gibt“, so Dekanin Sabine Bertram-Schäfer, „denn nun können wir Angebote machen, die auf die Bedürfnisse von Verantwortungsträgern in den Gemeinden zugeschnitten sind.“

Und Helga Engler-Heidle, Leiterin der zentralen Geschäftsstelle der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau freute sich besonders, dass nun auch die Akademie in der Region Büdingen, Nidda und Schotten beheimatet ist. „Sie sind sozusagen neben den Standorten Heppenheim und Wiesbaden Vorreiter in unserer Landeskirche. Darauf können Sie doch stolz sein“, wandte sich Engler-Heidle zum Abschluss der Veranstaltung an die Teilnehmer und an die Organisatorin des Seminars, Pfarrerin Ina Petermann von der Profilstelle Erwachsenenbildung.

Das nächste Mal wird die Ehrenamtsakademie am 24. Februar 2007 in Nidda ihre Pforten öffnen. Dann wird es rund ums Spenden gehen.

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Text: Gert Holle. (Der Artikel ist in leicht abgewandelter Fassung am 31.10.2006 im Kreis-Anzeiger erschienen.)

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