Machen Sie mit, melden Sie sich an unter https://www.geistreich.de/beitragen/ideenmesse2012 und freuen Sie sich u.a. auf den Austausch mit den anderen Standnachbarn.
Wenn Sie selbst kein Projekt haben, dann sind sie genauso herzlich eingeladen am 22.September in Wiesbaden den 3. EKHN-Tag für KirchenvorsteherInnen und Mitarbeitende zu besuchen und sich die Ideen der Anderen mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht sind Sie ja dann 2015 mit einem Stand dabei.
Neben der Ideenmesse wird es weiterhin einen Impulsvortrag unseres Kirchenpräsidenten geben sowie 5 Foren zu verschiedenen Themen, u.a. Ehrenamt- Ehrenamtliche gewinnen, begleiten und halten.
Laufende Informationen zu dieser Veranstaltung, zu der mehr als 2000 Teilnehmende erwartet werden gibt es auf der Homepage von Lust auf Gemeinde

"Gemeindeentwicklung in der EKHN"
Der synodale Ausschuss „Gemeindeentwicklung“ sowie das Netzwerk „Lust auf Gemeinde“ haben einen runden Tisch sowie Konsultationen zu Themen der Gemeindeentwicklung ins Leben gerufen.
Bei unserem Runden Tisch sind haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende aller Ebenen und verschiedener Einrichtungen unserer Kirche tätig: Kirchensynodale, Gemeindepfarrer, Jugendreferenten, Dekane, Pröpstinnen und Pröpste, die Leiterin des Dezernats 1 der Kirchenverwaltung, Referenten aus Arbeitszentren, der eaA, dem IPOS und weitere.
Zum Leitungskreis gehören:
Steffen Bauer, IPOS
Annegret Puttkammer, Pröpstin
Edith Höll, Ehrenamtsakademie
Klaus Douglass, Zentrum Verkündigung
Klaus Neumeier, Gemeindepfarrer Bad Vilbel, Synodaler
Marcus Wehrstein, Gemeinde- und Managementberater
Am 24. September 2011 gab es eine große Konsultation zum Thema „Gemeindeentwicklung“ in Bad Vilbel
Die Grundlage dieser Konsultation waren die Konzeptpapiere der evangelischen Kirche Mitteldeutschland "Bei dir ist die Quelle des Lebens"
Konzeptpapier
Konzeptpapier (2)
Vielfalt von Spiritualität hilft Gemeinde zu entwickeln
Erster Konsultationstag in der EKHN zum Thema "Gemeindeentwicklung"
Friedberg / Bad Vilbel. Die Gemeinden in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) müssen sich weiter entwickeln, um auch in Zukunft Menschen anzusprechen, Offenheit zu signalisieren, an der Lösung sozialer Probleme ihrer Umgebung mitzuarbeiten und zukünftige strukturelle Veränderungen zu bewältigen. Aber es gibt eine Menge Ideen, um Kirchengemeinden fit für die Zukunft zu machen und konkrete Veränderungen als Fortschritt zu erleben. Dabei spielt die Förderung von Spiritualität eine besondere Rolle. Darüber waren sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Ende des ersten „Konsultationstags Gemeindeentwicklung“ in der EKHN einig.
Über die Entwicklung von Kirchengemeinden angesichts sich stark verändernder Rahmenbedingungen diskutierten am Samstag, 24. September, in Bad Vilbel-Dortelweil etwa 70 Vertreter und Vertreterinnen aus Gemeinden und Einrichtungen der EKHN. Unter den Konsultationsteilnehmer waren Mitglieder der Kirchensynode und von Dekanatssynodalvorständen. Zu den Teilnehmenden gehörten auch die Mitglieder der Kirchenleitung und Pröpste Sigurd Rink, Matthias Schmidt und Pröpstin Annegret Puttkammer sowie Vertreter gesamtkirchlicher Einrichtungen. Zu der ganztägigen Beratung hatte das „Netzwerk Lust auf Gemeinde“ in der EKHN eingeladen, verantwortlich für den Ablauf war das „Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS)“ der EKHN.
Im Mittelpunkt der Tagung stand der persönlich Austausch über konkrete Erfahrungen aus Gemeinden und Institutionen, die sich bereits verändern. Inhaltlich setzten SuperintendentRalf-Peter Fuchs aus Schleiz und Matthias Rost, Rektor des Pastoralkollegs Kloster Drübeck (Harz), mit Überlegungen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKMD) zur weiteren Gemeindeentwicklung den Schwerpunkt. Beide sind Mitautoren der Programmschrift „Quelle des Lebens“, die in der EKMD eine der Grundlagen der dortigen Reformbestrebungen ist. Dabei soll, trotz stark gesunkener Mitgliederzahlen, weniger Pfarrstellen, vieler sehr kleiner Gemeinden und vieler Kirchengebäude, kirchliches Leben erhalten werden. Zwei Grundsatzentscheidungen seien gefasst worden. Zum einen gelte es die Ortsgemeinde zu stärken. Zum anderen müsse die regionale Zusammenarbeit der Hauptamtlichen gefördert werden, es gelte Teams für verbindliche Zusammenarbeit in Regionen zu bilden.
Wie sind die fünf „B’s“ sicherzustellen, die Menschen zu Recht von der Kirche und Gemeinde vor Ort erwarten, nämlich „Beten, Bibellesen, Besuche, Bekennen, Bauen“, wenn zukünftig die Zahlen kleiner und die Mittel geringer werden? Diese Frage beschäftigte den Konsultationstag, eine Vielzahl von konkreten Antworten darauf trugen Arbeitsgruppen zusammen. Gemeinden bräuchten zum Beispiel Sicherheit, wo Pfarrerinnen und Pfarrer zu erreichen seien, war eine davon. Eine andere: Bei Abschiednehmen von etwas Altem braucht es einen klaren, öffentlichen und rituellen Einschnitt, aber „manchmal hilft ein Umzug“. Oder: Gemeinden müssen die Vielfalt von persönlicher Spiritualität ermöglichen und die geistlicher Erfahrung von Gruppen fördern.
Einig war sich die Versammlung, dass Gemeindeentwicklung einen besonderen Akzent auf Spiritualität legen müsse. Gemeinden müssten Freiräume und Möglichkeiten für Gotteserfahrungen schaffen und Menschen das Angebot machen „Gott als Quelle des Lebens“ neu zu entdecken. Wie dies in Gemeinden auch ohne eigenen Pfarrer und ohne sonntäglichen Gottesdienst möglich sein kann, erläuterte SuperintendentFuchs. Er entwickelt einfache Andachtsliturgien, damit mindestens einmal in der Woche in der Kirche die Bibel gelesen und gebetet wird, also eine besondere Art von Gottesdienst auch ohne Pfarrer oder Hauptamtliche gefeiert wird.
„Kirchengemeinden haben Zukunft“, so Steffen Bauer, Studienleiter am IPOS in Friedberg. Seine Bilanz des Konsultationstags fiel positiv aus. Der Erfahrungsaustausch über Gemeindeentwicklung habe eine Fülle von Erfahrungen, Anregungen und Erwartungen zusammengetragen. Bauer ist sicher: „Gemeindeentwicklung ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Kirche.“ Deshalb werde das IPOs auch in Zukunft dieses Themenfeld weiter verfolgen und bereits aktiver Gemeinden mit anderen vernetzen.
Auch der Synodale und Sprecher von „Lust auf Gemeinde“ Pfarrer Klaus Neumeier aus Bad Vilbel will sich weiter in Sachen Gemeindeentwicklung engagieren. Er hofft darauf, dass die Kirchenleitung der EKHN bald eine Handreichung entwickeln werde, die Gemeinden Wege zur Neuorientierung aufzeigt. Neumeier: „Es ist deutlich geworden, dass wir auf allen Ebenen unserer Kirche eine breite inhaltliche Diskussion brauchen, wie die Ortsgemeinde der Zukunft aussehen soll. Viele Rückmeldungen bestätigen, dass hierzu eine große Bereitschaft vorhanden ist. Und wir haben sehr viel, auf dem wir dabei aufbauen können - sowohl mit Blick auf eine Fülle hervorragender Beispiele zeitgemäßer und zukunftsweisender Gemeindearbeit als auch in Bezug auf vernetztes Arbeiten über die Ortsgemeinde hinaus.“