„Mit der Ehrenamtsakademie hat die EKHN einen wichtigen Bedarf rechtzeitig aufgegriffen.“
Kuratorium bilanziert und konstituiert sich neu
Von links nach rechts:
Prof. Erika Fellner, Ministerin a.D. Karin Wolff, Dr. Ulrich Oelschläger, Prof. Heinz Ufer, Präses Dekanat Bergstraße Axel Rothermel, Oberirchenrätin Bernhardt-Müller, geschäftsführende Pfarrerin Helga Engler-Heidle
Das Kuratorium der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich am Dienstag in Darmstadt neu konstituiert. Seine Amtszeit war nach vier Jahren abgelaufen. Die EKHN hatte die Ehrenamtsakademie im Jahr 2003 gegründet. Sie bietet vor allem Fortbildungen für ehrenamtliche Leitungskräfte in Gremien der EKHN an. Alle Mitglieder des Kuratoriums waren von der Kirchenleitung und dem Kirchensynodalvorstand in ihrem bisherigen Amt bestätigt worden. Den Vorsitz hat wieder Prof. Heinz Ufer inne, seine Stellvertreterin ist Prof. Erika Fellner. Weitere Mitglieder sind die Leiterin der Kirchenverwaltung Oberkirchenrätin Sigrid Bernhardt-Müller, das Mitglied der Kirchenleitung und des Kirchensynodalvorstandes Dr. Ulrich Oelschläger, der Kirchenvorsteher und Präses der Dekanatssynode Bergstrasse Mitte/Süd Axel Rothermel und die Kirchensynodale und hessische Kultusministerin a.D. Karin Wolff. In seiner Bilanz wies das Kuratorium auf den großen Erfolg der Ehrenamtsakademie hin und sprach sich angesichts der wachsenden Aufgaben dafür aus, sie in Zukunft personell zu stärken.
Schneller entwickelt als erwartet
Die Bilanz der bisherigen Arbeit der Ehrenamtsakademie fasste der Vorsitzende des Kuratoriums Heinz Ufer so zusammen: „Mit der Ehrenamtsakademie hat die EKHN offenbar einen wichtigen Bedarf erkannt und rechtzeitig aufgegriffen.“ Die Ehrenamtsakademie
habe sich aus kleinen Anfängen weit schneller entwickelt als erwartet. Besonders erfolgreich sei das Konzept regionaler Standorte, das sich zügig zu einem Netzwerk entwickele. In zwei Jahren hätten sich bereits zehn weitgehend selbstständig
arbeitende Regionale Ehrenamtsakademien gebildet. Die Zentrale Geschäftsstelle in Darmstadt der Ehrenamtsakademie unterstütze diese bei der Planung und Durchführung der Fortbildungsangebote. Sie vermittele auch Referenten und Referentinnen
und finanziere diese. Beteiligt seien inzwischen 23 Dekanate. Sechs weitere Dekanate wollten nach derzeitigem Stand Regionale Ehrenamtsakademien einrichten. Ufer wies darauf hin, dass sich auch in diesem Arbeitsbereich die großen Chancen der Strukturreformen
der vergangenen Jahre zeigten. Sie zielten darauf ab, die kirchliche Arbeit in den Regionen zu stärken und gestaltungs- und entscheidungswillige Menschen für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. Dies gelinge der Ehrenamtsakademie „auf vorbildliche
Weise“, sagte Ufer.
Wachsender Bedarf
Für die Zukunft sieht das Kuratorium einen erheblichen Bedarf an Fortbildungen und an einem größeren Engagement für Ehrenamtliche. Das strategische Zukunftsprojekt „Perspektive 2025“ enthalte einen Auftrag zur „Stärkung
des Ehrenamts“, dieser werde der Ehrenamtsakademie einen Zuwachs an Arbeit bringen. Gleichzeitig wies das Kuratorium darauf hin, dass die Projektlaufzeit bis 2011 dauern solle und warnte davor, die Entwicklung der Akademie während dieser Zeit
aufzuhalten, denn so Ufer: „Bildung braucht kontinuierliche Entwicklung.“
Ehrenamtsakademie ausbauen
Das Kuratorium sprach sich dafür aus, die Ehrenamtsakademie auszubauen und personell zu stärken. Drei konkrete Aufgaben benannte das Kuratorium für die nächste Zeit: Zum einen den weiteren Ausbau regionaler Standorte. Zweitens den internationalen
Ehrenamtstag am 5. Dezember, für den die EKHN erstmalig eine zentrale Veranstaltung plant. Und drittens die im Juni 2009 anstehenden Kirchenvorstandswahlen, denen die Wahlen der Dekanatssynode und der Kirchensynode folgen. Hier unterstützt die
Ehrenamtsakademie die Kirchenvorstände im Vorfeld der Wahlen mit 40 Seminaren, die in Kooperation mit den Dekanaten und mit dem Zentrum für Organisationsentwicklung und Supervision angeboten werden. Nach der Wahl bietet sie Fortbildungen für
die neu gewählten Mitglieder der Kirchenvorstände, sowie der Dekanats- und Kirchensynodalen an.
Text: Stephan Krebs